Aktuelle Meldung
14.2.2008

Niederbronner Schwestern und Barmherzige Brüder nun gemeinsam Träger des St. Barbara-Krankenhauses Schwandorf


Symbolischer Händedruck zwischen Provinzoberin Marie Petra Beck und Provinzial Frater Emerich Steigerwald - mit im Bild die nun gemeinsamen Geschäftsführer Peter Lenz (links) und Maximilian Hastreiter (rechts)

Das St. Barbara-Krankenhaus Schwandorf befindet sich jetzt in der gemeinsamen Trägerschaft der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) und des Ordens der Barmherzigen Brüder. Beide Seiten unterzeichneten am 12. Februar den Gesellschaftsvertrag. Die Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) - bisher alleiniger Träger des Krankenhauses – übertragen den Barmherzigen Brüdern 49 Prozent der Gesellschaftsanteile, die verbleibenden 51 Prozent bleiben in der Hand der gTGE - der gemeinnützigen Trägergesellschaft für die Einrichtungen der Niederbronner Schwestern. Im Jahr 2009 kehrt sich dieses Verhältnis um.

Zentrales Anliegen sei eine „partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Ordensgemeinschaften auf Augenhöhe", betont Frater Emerich Steigerwald, Provinzial der Barmherzigen Brüder. „Beide Träger", so der Provinzial weiter, „verbinden aus dem Evangelium der Barmherzigkeit und der Förderung des Lebens gemeinsame Werte." Und Schwester Marie Petra Beck, Provinzoberin der Niederbronner Schwestern verweist auf die beiden Gründergestalten - Johannes von Gott (1495 – 1550) und Mutter Alfons Maria Eppinger (1814 – 1867). Beide hätten das Gleiche gewollt und sich unter den Bedingungen ihrer Zeit für Arme, Kranke und Hilfe suchende Menschen eingesetzt.

Peter Lenz, Sprecher der Krankenhäuser  der Barmherzigen Brüder in Bayern, tritt neu in die Geschäftsführung des St. Barbara-Krankenhauses ein. Der Diplom-Kaufmann führt die Klinik zukünftig zusammen mit dem bisherigen Geschäftsführer Maximilian Hastreiter. Der Gesellschaftsvertrag sieht weiterhin vor, einen Aufsichtsrat einzurichten. Mitglieder sind seitens der Niederbronner Schwestern Provinzoberin Schwester Marie Petra Beck und Jürgen Schicker, der ehemalige Geschäftsführer der ordenseigenen Trägergesellschaft. Die Barmherzigen Brüder entsenden Provinzökonom Frater Benedikt Hau und Wirtschaftsberater Dr. Volker Munk.

Grund für die gemeinsame Trägerschaft des St. Barbara-Krankenhauses ist der zunehmende Wettbewerb im Gesundheitswesen. Dank des bereits bestehenden Leistungsaustausches zwischen dem St. Barbara-Krankenhaus in Schwandorf und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg ist eine erfolgreiche Allianz gewachsen, mit der man gemeinsam in Zukunft erfolgreich bestehen will. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Zusammenarbeit der beiden Häuser weiter konkretisiert, zum Beispiel in der Kardiologie und in der Versorgung von Schlaganfallpatienten, auch durch die Möglichkeiten der Telemedizin. Dass von den Patienten das verbesserte Leistungsangebot angenommen wird, zeigen die Fallzahlen des St. Barbara Krankenhauses: sie stiegen von 2005 bis 2007 um etwa 30 Prozent.

Das St. Barbara-Krankenhaus in Schwandorf wurde 1931 von den Niederbronner Schwestern gegründet. Die Schwestern betreiben über ihre gemeinnützige Trägergesellschaft TGE neben anderen sozialen Einrichtungen insgesamt drei Krankenhäuser.

Ansprechpartner:
Johann Singhartinger, Provinzialat der Barmherzigen Brüder, Telefon 089/1793-107, E-Mail: redakteur@barmherzige.de